
Die Temperaturen heute Nacht sanken ganz schön unter den Gefrierpunkt. Draußen waren es -5,3 Grad, gemessen unterm Auto, aber im Auto war’s nur etwas wärmer. Das Spielkind in mir findet ja Statistik-Grafiken total spannend, wahrscheinlich auch mit ein Grund, warum sämtliche Technik hier verbaut ist und ich mir hier solche Graphen anzeigen lassen kann.

Also auch im Innenraum waren es unter 0 Grad, im bis zum Hals zugeschnürten Schlafsack war’s jedoch deutlich wärmer. Also der funktioniert wirklich top. Man muss nur drin bleiben… Dennoch war ich heute Morgen sehr froh, das kleine Knöpfchen zu drücken und wenige Minuten später warme Luft im Auto zu haben. Diese Standheizung ist in der Übergangszeit wirklich Goldwert.
Nachdem es dann auch ohne Schlafsack temperaturmäßig angenehm war, klappte ich das Bett unten wieder um und frühstückte bei herrlichem Sonnenwetter und traumhaftem Blick auf die Berge.

Anschließend ging’s kilometerlang nur bergab bis ins Tal. Ich stand heute Nacht tatsächlich auf knapp 1600m Höhe. Ursprünglich war der Plan, zu einem kleinen See zu fahren. Als ich jedoch an der Abzweigung zum Gardasee war und das Wetter wirklich top heute war, entschied ich mich, doch zum Gardasee zu fahren.

Dabei knackte ich mit dem Bulli tatsächlich die 270.000 Kilometer. Schon krass, wir haben den Wagen mit gut 190.000km gekauft und sind jetzt in den letzten 4 Jahren knapp 80.000 Kilometer damit gefahren, also etwa 20.000 pro Jahr. Und das hauptsächlich auf irgend welchen Reisen durch Europa. Und ich muss sagen, dass sich echt jeder Kilometer gelohnt hat und das Fahren weiterhin sehr viel Spaß macht.

Irgendwo am Ostufer des Sees machte die Bremse beim Bremsen ganz furchtbare Geräusche, so als würde Metall auf Metall kratzen. Ich dachte kurz, dass der Wagen auseinander fällt. Also raus auf einen kleinen Parkplatz und einmal gucken. Feststellen konnte ich aber nichts. Beim Rückwärtsfahren kam dann aber die Erleichterung. Das Geräusch war schlagartig weg. Wahrscheinlich nur ein kleines Steinchen…

Ich machte irgendwo eine kurze Pause und lief etwas am Wasser lang. Ziemlich urig hier.

Ich entschloss mich, einen Campingplatz am Südufer des Sees anzusteuern. Frei stehen bzw. Campen ist hier ziemlich schwierig und ich hatte auch mal wieder das Bedürfnis eine warme Dusche aufzusuchen.

Gegen 13 Uhr erreichte ich somit den heutigen Stellplatz, noch ziemlich früh am Tag, aber dann hat man noch was vom Ort. Irgendwie war ich ziemlich geschafft und saß viel vorm Bulli und schaute aufs Wasser. Es sprangen Fische aus dem Wasser und platschten wieder rein. Auch ein Fischreier oder Haubentaucher hat frische Beute gemacht und einen ganzen Fisch einfach aufgegessen. Irgendwie Crazy. Habe ich so noch nicht gesehen.

Zum Abend hin ging ich noch eine Runde am Wasser spazieren und genoss die Sonnenuntergangsstimmung. Zurück am Campingplatz bestellte ich mir in der platzeigenen Pizzeria eine Pizza 4 Formaggi. Eine Käsesorte sah aus wie Ananas und hat irgendwie nicht geschmeckt. Keine Ahnung was das war. Aber sonst war die Pizza echt top.

Auf dem Platz neben mir hat noch ein Pärchen aus der Nähe von Aachen eingecheckt. Wir quatschten ein bisschen, was sehr entspannt war. Das ist auf so ne Solo-Roadtrip auch mal sehr entspannt mit Leuten zu quatschen. Zwar genieße ich auch die Zeit alleine, aber ab und zu dann doch mal in Interaktion mit anderen Menschen zu kommen tut definitiv auch gut. Monatelang alleine unterwegs zu sein wäre auch nichts für mich, jedenfalls aktuell.
Auch heute geht’s wieder müde ins Bett, denn morgen geht’s wieder weiter.







