
Sonntag klingelte um 02:30 Uhr der Wecker, eine ziemlich ungewöhnliche Zeit für mich, wenn’s ums Reisen geht. Mit dem Bulli ging’s diesmal nicht los, sonst würde ich wahrscheinlich auch nicht mitten in der Nacht starten. Um 3 ging’s dann mit dem Auto von Hamm nach Düsseldorf. Matthias brachte Simon, einen guten Kumpel von mir, und mich zum Flughafen nach Düsseldorf. Wir machen hier eine Kreuzfahrt im westlichen Mittelmeer.

Am Flughafen herrschte schon reges Treiben, irgendwie krass um diese Uhrzeit. Auch immer wieder interessant zu sehen, wie viele Leute so auf dem Weg in die weite Welt sind.

Der Flug war sehr entspannt und nur kurz vor Mallorca hatten wir ein paar wenige Turbulenzen in einer Wolke. Mit dem Bus ging’s dann zur AIDAstella. Im Vergleich zu anderen Kreuzfahrtschiffen ist dieses Schiff mit gut 250m Länge noch eher eins der kleineren. Trotzdem irgendwie riesig und man muss sich erst einmal auf den ganzen Decks zurechtfinden.

Die erste Etappe ging Richtung Korsika. Montag war somit ein Seetag angesagt. Wir tuckerten ganz langsam durchs Mittelmeer bei strahlendem Sonnenschein und hatten wenig Wind, somit auch wenig Wellen. Wir haben uns für diesen Tag einen Slot im Sauna- und Spabereich gebucht. Irgendwie echt cool mit Blick aufs Wasser zu saunieren und die Seele baumeln zu lassen.

Am nächsten Morgen, also Dienstag, erreichten wir Ajaccio, die Hauptstadt von Korsika. Hier mieteten wir uns Fahrräder und erkundeten einen kleinen Teil der Insel auf eigene Faust. Am Ende wurde es eine Tour mit gut 30km und über 500 Höhenmetern. Auf dem Schiff gabs dann anschließend leckeres Abendessen. An Essen hat’s definitiv nicht gemangelt.

Über Nacht ging’s dann Richtung Menorca, wo wir gegen 12 Uhr mittags in Mahon anlegten, dem zweitgrößten Naturhafen der Welt. Die Einfahrt war echt spektakulär. Hier nahmen wir an einer geführten Radtour teil und erkundeten so die Insel. Mit Zwischenstopp in einer kleinen Stadt sowie einem Strand ging dieser Nachmittag irgendwie auch sehr schnell um.

Die nächste Etappe ging von Menorca nach Barcelona. Hier ging’s mit dem Bus in die Stadt und dann zu Fuß durch die Gegend. Wir fuhren mit einer Seilbahn über das Hafengelände und hatten einen atemberaubenden Blick über die Stadt.

Die letzte und auch kürzeste Etappe von Barcelona zurück nach Palma de Mallorca startete mit fast 1,5 Stunden Verspätung, da im Hafen reger Betrieb herrschte, noch zwei Kreuzfahrtschiffe ablegten und zwei Fähren ankamen. Bis der Lotse dann an Bord war verging ein wenig Zeit.

Früh raus ging’s dann heute Morgen. Um 06:15 Uhr fuhr der Shuttle-Bus vom Schiff zum Flughafen. Dort warteten wir auf den Start unseres Fliegers und flogen entspannt zurück nach Düsseldorf.

Das erste Mal Kreuzfahrt für mich. Und ich muss sagen, ich verstehe den Reiz, weshalb so viele Leute diese Art vom Reisen wählen. Man muss sich um nichts kümmern, wird von morgens bis abends bekocht, sieht viele Orte und Ecken. Es ist quasi ein schwimmendes Hotel, naja eigentlich eine schwimmende abgeschottete Welt, die irgendwo auf den Meeren unterwegs ist.
Schaut man jedoch während der Fahrt auf hoher See mal auf die Schornsteine und sieht die Abgaswolken vom Schweröl, kommen definitiv auch die Schattenseiten solch einer Reise zum Vorschein…

























































































































