
Heute Nacht stürmte es ganz schön und ich wachte auch zwischendurch mal auf. Seitdem die neuen Dämpfer im Dach verbaut sind, ist die Zeltplane viel stabiler und es flattert wenig. Heute Nacht waren es jedoch die Bäume, die ganz schön laut waren. Der Hof bietet die Möglichkeit, dort zu frühstücken. Diesen Service nutzte ich gerne. Das Pärchen aus München frühstückte auch dort und wir quatschten echt nett über Gott und die Welt.

Gestern Abend kam auch noch ein Camper aus Gießen vorbei, der ebenfalls alleine unterwegs ist. Wir quatschten auch noch lange und als Technik-Spielkinder kann man ja wirklich ewig über die Technik in den Campern quatschen. Anschließend machte ich mich wieder auf den Weg ins Tal. Ganz schön steil und echt viele Kurven. Ich ging erst einmal einkaufen. Man muss sich da erst mal zurecht finden neben Bergen von eingeschweißten Croissants, Pizzamehl und anderen typisch italienischen Produkten. Am Ende habe ich aber alle gefunden, was ich brauchte.

Auch Tanken war mal wieder angesagt. Seit Kufstein bin ich wieder einige hundert Kilometer gefahren und als dann eine Tankstelle mit einem Dieselpreis von 2,05€ pro Liter winkte, nutzte ich diese Chance direkt. Leider sind pro Tankvorgang an dem Selbstbedienungsautomat nur 100€ freigeschaltet, weshalb ich das ganze Prozedere 2 mal machen musste, bis der Tank schließlich voll war.

Heute fuhr ich komplett ohne Autobahnen direkt an der Küste entlang. Einfach traumhaft. Die Kombination aus Kurven, Hoch und runter, kleinen Örtchen und dem Meer machen das Fahren hier wirklich sehr sehr cool. Man fährt zwar echt wenig Kilometer in einer Stunde, aber hier ist halt wirklich der Weg das Ziel.
Nach gut 1,5 Stunden Fahrt und nur gut 50km erreichte ich meinen heutigen Platz. Ursprünglich war der Plan, wieder auf so eine Art Bauernhof zu fahren bzw. diesmal ein Blumem-und Dekoladen, aber irgendwie lockte mich dann doch ein Campingplatz direkt am Meer. Zum Strand laufe ich effektiv 5 Sekunden, ja wirklich Sekunden und höre auch das Meeresrauschen. Für die Nacht auf jeden Fall sehr entspannt.

Ich machte zwei große Spaziergänge. Einen in Richtung Westen direkt am Wasser lang und anschließend nochmal einen Richtung Osten.

Sehr abenteuerlich ist hier eine Burg auf einem Berg. Der Weg dorthin ist ein bisschen wie ein großes Labyrinth, total verwinkelt, eng und steil.

Zwischendurch dann immer mal wieder schöne Aussichten auf das Meer, je höher ich kam, desto weiter konnte man auf die Stadt und das Meer schauen. Einfach beruhigend.

Das Lesen direkt am Wasser war cool, aber nicht von langer Dauer, da es so unfassbar windig war, dass es echt ziemlich schnell frisch wurde. Also ging’s wieder zurück zum Bulli.

Direkt am Campingplatz ist ein kleines Restaurant mit Meerblick. Da war die Entscheidung ziemlich schnell gefallen, heute nicht zu kochen und lecker Pizza essen zu gehen. So eine italienische Pizza in Italien mit Blick aufs Mittelmeer hat einfach was. Und da es morgen wahrscheinlich weiter nach Frankreich geht, dachte ich, einmal noch italienische Pizza essen auf diesem Trip.















