Tag 15: 04.04.26 – viel gesehen und viel gefahren

Ich glaube heute Morgen war einer der wenigen Tage auf der Reise, an denen ich bei wirklich warmen Temperaturen im Dachzelt aufgewacht bin, sehr schön irgendwie. Nach einem entspannten Frühstück im Bulli quatschte ich noch ein bisschen mit Cécile, bevor ich nochmal in die Stadt fuhr. Saintes-Maries ist auch bekannt für seine Stierkämpfe in der am Meer liegenden Arena. Vorher laufen die Stiere eingekesselt durch Pferde durch den Ort, irgendwie mal spannend zu sehen.

In der Stadt war auch richtig was los. Lucas machte mit seiner Band Musik. Im Laufe des Tages bzw. des Mittags wechselten sie mehrfach die Standorte und spielten mal in einem Restaurant, aber auch auf der Straße. Am Nachmittag trennten sich unsere Wege wieder, Cécile ging arbeiten und Lucas zog mit der Band weiter. Bevor ich weiterfuhr, nutzte ich das warme Wetter und ging einmal ins Meer. Irgendwie stand das noch auf der Liste, aber bisher war’s mir zu kalt.

Es war echt frisch, aber irgendwie auch angenehm. Trotzdem machte ich keine große Bade-Session draus, sondern startete dann gegen 15 Uhr meine heutige Etappe. Als Ziel stellte ich erst einmal Heeg in den Niederlanden ein. Denn da soll’s hingehen. Die 1300km waren aber für den Startzeitpunkt etwas zu weit, aber ich habe mir vorgenommen so lange zu fahren wie ich Bock habe.

Da die Autobahnen total leer waren und es wirklich sehr entspanntes Fahren war, bin ich tatsächlich heute schon ca. 660km gefahren. Klingt irgendwie viel, kam mir aber überhaupt nicht so vor. Irgendwann merkte ich dann jedoch gegen 22 Uhr, dass ich langsam müde werde und es besser wäre, allmählich mal einen Schlafplatz zu suchen. Gesagt getan, ab auf einen Rastplatz und bei Park4Night nach einem Platz suchen.

Ich wurde schnell fündig und bin nochmal gut 50 Minuten gefahren. Ca. 25 Minuten vor Ankunft merkte ich, dass mein linker Außenspiegel total flattert und quasi nur noch am „seidenen Faden“ hängt. Der hat vor 1-1,5 Jahren schon einmal leicht gewackelt und da habe ich zur Sicherheit mal ein bisschen Tape drangeklebt. Das hat heute dafür gesorgt, dass ich nicht spiegellos unterwegs bin. Ich konnte auf der Autobahn gerade noch das Glas packen und bin die letzte Zeit halt ohne Spiegel gefahren, bzw. nur mit dem rechten. Morgen wird dann wohl mal das Tape ausgepackt und ein bisschen repariert. Naja, bleibt nicht aus bei nem 15 Jahre alten Auto. Hätte auf jeden Fall schlimmer kommen können weshalb ich da irgendwie sehr entspannt mit umgehe.

Nach den ganzen Fahrgeräuschen ist es jetzt ungewöhnlich still hier im Bulli. Ab und zu wird’s mal etwas lauter wenn die Kühlbox anspringt. Ich schlafe jetzt auf jeden Fall erst einmal im 1.OG und dann geht’s morgen wieder weiter.

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