Reisen im Bulli ohne geeignete Ausstattung ist möglich, aber mit dem geeigneten Equipment können viele Situationen on Tour optimiert und verbessert werden. Hier gibt es einige Informationen zum Fahrzeug sowie der Ausstattung, die ich auf meinen Reisen dabei habe.
Basis
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen VW T5 California Beach 4Motion aus dem Jahre 2011 mit gut 240.000km auf der Uhr. Ab Werk verfügt dieser Wagen bereits über ein mechanisches Aufstelldach und bietet so in Kombination mit der Rücksitzbank Schlafplätze für bis zu 4 Personen. Eine Aufbauelektrik (also die Verkabelung für Licht im Wohnraum und ein paar 12V-Steckdosen) ist ab Werk bereits vorhanden. Dank Standheizung ist auch das Heizen des Innenraums im Stand möglich, was auch bei kalten Temperaturen ein komfortables und warmes Wohn- bzw. Schlafzimmer ermöglicht. Eine Küche oder fließend Wasser ist jedoch von Anfang an nicht mit dabei gewesen.
Möbel
Auf den ersten Reisen hat sich dann herausgestellt, dass eine kleine Küche und vor allem etwas mehr Stauraum in Form von Schubläden hilfreich wären, um mehr Ordnung zu halten. Also wurde in liebevoller Kleinarbeit in Zusammenarbeit mit meinem Bruder eine Kiste für den Heckauszug sowie eine Küchenkiste hinter dem Fahrersitz gebaut.
Elektrik
Auch im Thema Elektrik wurde aufgerüstet und optimiert, um länger autark, also ohne Stromanschluss am Campingplatz auszukommen. Somit sind nun 105Ah Lithium, 240Wp Solar sowie ein 30A Ladebooster verbaut. Mit dieser Konfiguration kann ich den benötigten Strom selbst erzeugen, entweder mit Sonnenenergie oder während der Fahrt über die Lichtmaschine. Des Weiteren sind noch ein paar USB-Dosen dazugekommen.
Küche
Neben Standard-Geschirr sowie Besteck sind wirklich coole Gadgets der Omnia-Backofen sowie der Skotti-Grill. Auch der Toaster für den Gaskocher ist sehr praktisch.
Bergung
Trotz Allradantrieb kann es auch mal vorkommen, dass es nicht mehr vor oder zurück geht. Um in solchen Situationen dennoch die Chance zu erhöhen, sich selbst zu befreien, sind auf der linken Fahrzeugseite Sandbleche montiert, die bei Bedarf verwendet werden können. Eine Schaufel sowie Spanngurte dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen.
Kleidung
Es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Das ist auch der Grund, weshalb man für quasi jedes Wetter gerüstet sein muss, vor allem wenn es für eine längere Zeit bspw. in der Übergangszeit los geht. Von Schneesturm und -10 Grad bis T-Shirt Wetter mit über 25 Grad kann alles passieren. Somit darf neben Handschuhen und Mütze auch keine Sommerkleidung fehlen.
Die alltäglichen Dinge…
Toilette
Auch ein Hippie muss mal Pipi, oder so ähnlich. Klar, beim Thema Geschäfte, egal ob groß oder klein gibt´s bessere bzw. komfortable Arten des Reisens, aber es ist nun mal wie es ist. Ich löse diese Thematik relativ simpel. Nach Möglichkeit werden öffentliche Toiletten bspw. auf Campingplätzen angefahren und wenn´s gar nicht anders geht habe ich auch eine kleine Nottoilette dabei.

Duschen
Wenn man nicht gerade mit einem riesigen Liner oder jeden Tag auf Campingplätzen unterwegs ist, muss man sich daran gewöhnen, unter Umständen nicht jeden Tag duschen zu können. Das funktioniert auch ziemlich gut, man muss sich darüber nur am besten im Vorhinein bewusst werden. Oft ist deshalb Katzenwäsche angesagt und das mit kaltem Wasser. An sonnigen Tagen kann ich dank Solardusche auch etwas wärmer duschen, aber auch das muss geplant werden. Wasserhahn an und dann stundenlang warmes Wasser zu haben ist hier eine Traumvorstellung.

Spülen
Tatsächlich gibt es Spülmaschinen für Reisemobile, die auch wirklich gut funktionieren und das Geschirr wie neu erstrahlen lassen. Doch auch hier, im VW Bus, ist dies nur eine Traumvorstellung. Gespült wird per Hand, entweder im Auto oder an den dafür vorgesehenen Spülbecken auf den Campingplätzen.








