Tag 6 (01.03.25) – Hunderte Kilometer Richtung Süden

Um 6 Uhr wurde ich heute Morgen wach, aber nicht, weil ich schon super ausgeschlafen war, sondern weil es wirklich kalt war. Verschlafen drückte ich das kleine Knöpfen der Standheizung, drehte mich wieder um und schlief noch einmal bis ca. 9 Uhr im schön warmen Auto.

In Ruhe startete ich in den Tag mit Blick auf den St. Michel, frühstückte mein Müsli und schaute, wohin ich denn heute fahre. Möglichkeiten gibt’s ja viele, da man mit dem Auto wirklich sehr flexibel ist. Ich habe mir 2 mögliche Routen überlegt. Entweder noch weiter nach Westen, um die Bretagne zu besichtigen oder direkt Richtung Süden. Ich entschied mich für Option 2 und machte heute nochmal ordentlich Kilometer.

Vorbei an Rennes und Nantes fuhr ich die ersten gut 220km über gut ausgebaute Autobahnen. Südlich von Nantes ging es dann von der Autobahn runter und auf zwischendurch immer kleineren Straßen weiter. Neben einem Feld machte ich eine Mittagspause und hab die restlichen Knödel von gestern gegessen. Hier sah es wirklich ein wenig aus wie im Münsterland. Felder mit Straßen. Hier kam etwas Heimat-Feeling auf.

Mittagspause

Nach einer guten halben Stunde Pause ging’s weiter. Vor mir lagen noch gute 150km und 2 Stunden Fahrt über Straßen jeglicher Größe, alles bei schönstem Sonnenwetter. Heute war auch der erste Tag, an dem ich den Ladebooster, welcher während der Fahrt meine Aufbaubatterie lädt, ausgeschaltet habe und nur mit Sonnenenergie die Batterie laden konnte. Für ein Technik-Spielkind wie mich ist das natürlich sehr cool 😉

Nach vielen weiteren Kurven erreichte ich dann nach einer heutigen Fahrzeit von etwa 5 Stunden Fouras, einen kleinen Ort direkt am Meer. Hier gibt’s einen Parkplatz direkt am Meer mit Blick nach Westen, also Sonnenuntergangsblick. Ich musste mich dringend bewegen nach der langen Fahre- und Sitzerei, sodass ich am Wasser entlang in den Ort ging.

In einer Bäckerei kaufte ich ein Baguette und ein Croissant. Ich muss ehrlich sagen; die Bäckereien hier sind kleine Schlaraffenländer. Süßwaren soweit das Auge reicht. Und dazu auch noch wirklich lecker; über die Kalorien sprechen wir jetzt mal nicht. Das Englisch der Konditorin war seeeehr gebrochen, aber mit den französischen hochakademischen Fachbegriffen Baguette und Croissant konnte die gute Frau was anfangen. Die Finger haben dann Auskunft über die Anzahl gegeben🤪. Irgendwie verständigt man sich dann schon. Wir können uns jedoch sehr dankbar schätzen, Englisch in der Schule zu lernen. Und das auch über einen längeren Zeitraum. Im Ausland bringt einen das schon weiter.

Bagütte auf der Hütte, oder so ähnlich

Die Sonne sank immer weiter und es wurde auch schlagartig kälter, als die Sonne dann ganz verschwunden war. Ich ließ mir es natürlich nicht nehmen, ein paar kitschige Sonnenuntergangsfotos zu machen. Die gibt’s dann in der Galerie…

Die Heizung rauscht wieder, muss aber schon weniger arbeiten als am Mont St. Michel. Es wird allmählich wärmer, je südlicher ich komme. Allmählich ist das hier mein abendliches Ritual mit Fotos sortieren, Blog schreiben und entspannte Musik hören. Mal schauen wohin‘s mich morgen verschlägt.

3 Kommentare zu „Tag 6 (01.03.25) – Hunderte Kilometer Richtung Süden

  1. Lecker lecker 😋 und dann noch direkt am Meer wohnen. Da bist du ja heute richtig weit gekommen und schon mitten an der Biskaya. Weiter gute Reise und ganz liebe Grüße

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  2. als zweiter bin ich heute spät dran und habe wieder gerne Deine Route verfolgt. Die Kälte würde mir ja doch etwas zusetzen, doch du machst es Dir gemütlich. Mit dem Sonnenuntergang gehst gut beleuchtet ins Bett, sehr romantisch. Nun gute Nacht und liebe Grüße 😘🌙

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