13.02.2026 – auf einmal sind wir in Norwegen

Die Kälte hat man auch nachts gemerkt. Die Heizung und die Isolierung leisteten zwar sehr gute Dienste, es ist aber dennoch nunmal ziemlich kalt draußen. Die Scheiben waren sogar von innen gefroren. Irgendwie Crazy. Aber auch diese Nacht war wieder erholsam und wir schliefen sehr gut.

Da sich unsere Haferflocken ja gestern verabschiedet haben und wir morgens gerne unser Müsli essen, ging’s heute Morgen nach dem Auschecken erst einmal zum Supermarkt. Dort kauften wir noch ein paar Sachen ein, unter anderem einen Salat von einer Salatbar. Das ist hier irgendwie Gang und Gebe in vielen Supermärkten und echt praktisch. Man kann sich das zusammenstellen, was man gerne haben möchte.

Nachdem wir was im Magen hatten ging’s weiter Richtung Norden. Nach gut 1,5 Stunden erreichten wir Oslo. Wir fuhren nicht über die große E6, sondern direkt am Fjord entlang. Wirklich sehr beeindruckend. Da ich ja sonst meistens alleine unterwegs bin bzw. meistens der Fahrer, ist es echt mal cool, auch als Beifahrer die Natur und Gegend zu betrachten. Man sieht nochmal ganz andere Dinge, auch wenn hier viele Straßen schon bekannt sind.

Hinter Oslo ging’s dann weiter Richtung Nordwesten. Von hier aus ging’s allmählich auch immer höher. Die Temperaturen fielen in den zweistelligen Minus-Bereich. Zwischendurch hatten wir -18 Grad, und das obwohl es noch hell war und die Sonne schien.

Die Landschaft veränderte sich stark. Die Fjorde sind einfach beeindruckend, auch im Winter richtig cool. Diese Weite, die man von der Straße aus sehen kann ist echt krass. Ganz anders als Schweden.

Unser heutiges Ziel ist Geilo, ein Ort, der für seinen Wintersport bekannt ist. Im Sommer, vor ziemlich genau einem halben Jahr, waren wir schon einmal hier. Damals war noch alles grün und sommerlich, jetzt ist hier tiefer Winter. Die Skigebiete sind geöffnet, Loipen für den Langlauf gespurt und eisige Kälte. Der Schneehaufen für die nächste Saison ist schon in der Produktion, einfach krass wie hoch der ist. Das kommt auf dem Foto gar nicht so rüber.

Wir stehen wieder auf dem gleichen Campingplatz wie im Sommer, diesmal im weißen Kleid. Wir machten beide unabhängig voneinander einen Spaziergang durch den Ort, zum einen um die Gegend zu erkunden aber auch um einfach Bewegung zu kommen. Dieses stundenlange im Auto sitzen braucht irgendwie einen Ausgleich…

Zum Abendessen gab’s Kartoffeln mit Lachs, sehr lecker und gut sättigend.

Draußen ziehen die Temperaturen richtig an. Jetzt gerade, wo ich den Blog schreibe, sind es draußen schon -20 Grad, es soll sogar noch kälter werden. Extremtest für Mensch und Material. Die Heizung surrt auf Höchstleistung und wir haben sämtliche Isolierungen angebracht, die wir finden konnten, um möglichst gut die Wärme im Auto zu halten.

Mal schauen wie die Nacht wird, hoffentlich hält alles durch. Wir haben alles bereit, um den elektrischen Heizlüfter anzuschließen, sollte sich die Dieselheizung verabschieden. Irgendwie auch spannend diese ganze Technik auch mal unter solchen Extrembedingungen zu testen.

5 Kommentare zu „13.02.2026 – auf einmal sind wir in Norwegen

  1. Gut, dass wir die Heizung noch reparieren konnten… Und Höhenprobleme werdet ihr auch nicht bekommen. Liegt Geilo doch exakt auf der gleichen Meereshöhe wie Going. Und da schafft es die Truma auch ohne Höhenkit 😂😎😉
    Mal schauen, ob der Motor noch gut anspringt.

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  2. Ihr Lieben,

    beim Lesen Eurer Berichte habe ich immer wieder gedacht, wie superrichtig doch Eure Entscheidung vor einigen Jahren war, den Dexter zu kaufen. Mit jedem der vielen Kilometer, die bisher gefahren wurden, hat dieses Auto mehreren Menschen eine Menge Urlaubsfreude beschert (mich selbst eingeschlossen). Die Reise jetzt bringt Euch klimatisch etwas „an den Rand“, aber vermutlich werden wir heute Abend lesen können, dass die Heizung funktioniert hat und Ihr es einigermaßen freundlich hattet. Genau das wünsche ich Euch!

    Weiter gute Reise und ganz liebe Grüße in den hohen Norden

    Ingrid

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  3. Noch ein Gedanke: Die Schweden und Norweger bekommen es offenbar ganz anders hin als wir Westfalen, die großen Straßen bei jeder Menge Schnee befahrbar zu halten und damit den Bewohnern entgegenzukommen!

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