
Mit herrlichstem Sonnenschein wurde ich heute Morgen mit Blick auf den See geweckt. Ich kletterte erst einmal aus dem Zelt, einfach schön direkt nach dem Aufwachen schon an der frischen Luft zu sein. Das ist allgemein beim Camping sehr cool. Ich packte alles wieder zusammen, also Schlafsack, Kopfkissen und co. wieder runter ins Auto, damit das Zelt zugeht. Das Auf- und Abbauen dauert jeweils nur knapp 5 Minuten, also ist sowohl morgens als auch abends alles ziemlich schnell ready.
Nach meinem morgendlichen Müsli, heute mit Seeblick, machte ich mich auf den Weg, natürlich weiter Richtung Norden. Als grobes Ziel hatte ich, den Polarkreis zu erreichen.
Die ersten Kilometer waren sehr abenteuerlich und es ging mitten durch den Wald.
Der Golf schnurrte die E4 wie ein Kätzchen hoch und hielt gut durch. Lediglich die ABS-Kontrollleuchte ging mal an und wieder aus. Ich glaube wenn’s warm genug ist geht das ABS, sonst irgendwie nicht. Aber halb so wild. Hauptsache der Wagen fährt.
Zwischendurch waren ein paar Baustellen. Und der Fahrbahnbelag hatte es echt in sich. Also wirklich. Mit solch krassen Schlaglöchern rechnet man nicht. Ich musste wirklich aufpassen, da teilweise schlechte Straßenverhältnisse angekündigt waren, aber manchmal auch nicht. Somit kam es nicht selten vor, von 80-90 auf fast 0 abzubremsen, um nicht komplett das Material zu zerstören.
Zwischenzeitlich kaufte ich noch ein paar Lebensmittel ein. Das mit den Supermärkten ist hier oben echt spannend. Teilweise fährt man so durch die Pampa, dass es nicht einmal Häuser gibt, und dann gibt’s in den Städten riesige Einkaufs-Hotspots, wo man dann einkaufen kann.
Kurz vor dem Erreichen meines nächtlichen Stellplatzes wurde die Straße nochmal richtig schlecht. Ich dachte wirklich, dass gleich irgendwas am Auto abfällt. Aber glücklicherweise blieb alles heil.
Der heutige Platz ist ein einfacher Schotterparkplatz, auf dem große Berge Schutt liegen. Jetzt weiß ich, wo der Fahrbahnbelag hin ist…
Für heute Nacht sind Nordlichter angekündigt. Ich bin auch mitten im Zentrum. Allerdings zieht es sich ein wenig zu und es ist merklich länger hell hier oben. Mal gucken, ob ich nicht vorher schon ins Land der Träume verschwinde. 720km und davon überwiegend Landstraße machen ganz schön müde. Bis zum Nordkapp sind’s „nur“ noch 700km, also etwa nochmal so viel wie von Hamm nach Going. Nur halt nicht Autobahn, sondern immer kleiner werdende Landstraßen. Ich bin gespannt.
















