12.02.2026 – viele Kilometer Richtung Norden

Die Nacht war ruhig, von draußen kamen kaum Geräusche. War auch nicht anders zu erwarten auf der so leer gefegten Insel Getnö. Wir starteten gemütlich in den Tag, frühstückten unser Müsli und packten alles für die Weiterfahrt zusammen. Das ist wirklich sehr praktisch mit einem Kastenwagen. Man hat wirklich guten Wohnkomfort, ist aber auch relativ schnell wieder auf der Straße. Für die Art, die wir gerade hier reisen ist das echt optimal, kompakte Abmessungen, ausreichend Platz und alles was man so braucht.

Wir fuhren weiter Richtung Westen, durch Älmhult, wo die IKEA-Zentrale sitzt, vorbei am Ikea-Hotel und Museum, bis wir an der E4 an der Bolmenfisk-Räucherei vorbei, in der wir Lachs kauften. Lustigerweise stand auf dem Parkplatz genau der VW-Bulli, mit dem wir zeitgleich vorgestern auf der Fähre waren. Zufälle gibt’s. Die beiden sind auf dem Weg in den Norden Schwedens. Wir quatschten ganz kurz und dann ging’s auch schon wieder weiter.

Über stark vereiste Straßen ging’s weiter Richtung Westen, bis wir irgendwann bei Halmstad die E6 erreichten. Bevor es weiter Richtung Norden ging, gönnten wir uns nochmal Burger bei MAX. Auch in Schweden sehr empfehlenswert 🙂

Der weitere Straßenverlauf (klingt gerade wie ne Navi-Ansage hier) war eher unspektakulär. Die E6 führt im Westen von Schweden Richtung Norden. Vorbei ging’s an Göteborg. Auch die Inseln Orüst und Tjörn ließen wir links liegen und fuhren weiter Richtung Norden. Irgendwann fing es dann stark an zu schneien sodass wir die letzten Kilometer im Schneegestöber zurücklegten. Sehr cool irgendwie und auch gemütlich, wenn’s drinnen angenehm warm ist.

Bei einer kurzen Zwischenpause kochten wir uns leckeren Kaffee. Dabei haben wir festgestellt, dass auch hier in Skandinavien die Schwerkraft herrscht… Die Haferflocken sind echt am Boden der Tatsachen angekommen und auch am Boden zerstört. Naja, machste nix. Dafür sind draußen genug Flocken unterwegs.

Wir legten wieder einmal einen Tankstopp ein, um sicherzustellen, dass die Heizung nachts genügend Sprit hat und wir nicht nachts um 3 frierend aufwachen.

Der zuerst angesteuerte Campingplatz hatte leider zu, knapp 500m weiter hatten wir jedoch Erfolg und kamen eine Minute vor Rezeptionsschließung um 16:59 Uhr an. Glück gehabt. Der Platz ist riesig und voll mit Dauercampern. Auf der Durchreise sind gefühlt nur wir. Scheint im Sommer eine ganz schöne Touristengegend zu sein. Hier gibt’s sogar ne Auto-Waschbox auf dem Platz, irgendwie Crazy.

Wir gingen gemeinsam eine kurze Runde spazieren, zogen uns dann aber relativ schnell wieder in den Bulli zurück und haben leckere Nudeln gekocht. Einfach praktisch wenn man alles dabei hat, was man so braucht. Danach ging’s aber nochmal an die frische Luft und anschließend in die sehr schön warme Dusche. Das sorgt auch im Bulli für ein angenehmes Raumklima…

Draußen sinken die Temperaturen auf mittlerweile schon unter -6 Grad. Mal gucken wie kalt es heute Nacht noch wird. In den nächsten Tagen soll es nochmal kälter werden.

11.02.2026 – Winter in Schweden

Die Nacht war sehr erholsam, also deutlich besser als erwartet. Lag wahrscheinlich auch daran, dass wir nach der langen Fahrt gestern auch einfach richtig müde waren. Wir schliefen beide vor 22 Uhr tief und fest. Gegen 8 Uhr wachten wir dann gut ausgeschlafen auf. Wir nutzten direkt die Möglichkeit, zu duschen. Wer weiß wann das wieder möglich ist. In der Pampa ist das ja im Auto eher nur so die Notlösung.

Nach einem entspannten Frühstück ging’s wieder auf die Straße. Heute mal nur eine 150km Etappe, gestern war lang genug. Wir fuhren durch verschneite Wälder, kauften fürs Mittagessen (Wraps) ein und tankten noch einmal. Das heutige Tagesziel erreichten wir mittags. Wir sind mal wieder auf Getnö Gard, dem Campingplatz, den wir ja wirklich schon in und auswendig kennen. Da hier aber noch komplett Winterruhe ist, stehen wir auf dem Parkplatz vor dem Campingplatz und haben hier auch keine Versorgung. Glücklicherweise haben wir ja alles dabei.

Wir spazierten etwas über die Insel, sehr ungewohnt, hier alles mal schneebedeckt zu sehen. Sonst ist das hier im Sommer natürlich alles ziemlich grün. Trotz des Winterschlafs ist es hier trotzdem irgendwie belebt. Liegt wahrscheinlich daran, dass es durch den Schnee einfach so hell aussieht.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir im gut geheizten Camper. Draußen ist es unter 0 Grad und die Heizung tut gute Dienste und sorgt für angenehme 21 Grad hier im Innenraum. Die nächsten Tage soll’s noch kälter werden, zweistellig Minus. Also auf jeden Fall schattig.

Es wird hier auf jeden Fall merklich früher dunkel und das merken wir beide irgendwie mit unserer Müdigkeit. Sobald es dämmert, könnten wir schon fast wieder schlafen. Morgen geht’s dann wieder weiter.

10.02.2026 – Es geht wieder los😎

Lang ist‘s her, dass hier aktiv Blog geschrieben wurde. Jetzt ist es aber wieder so weit. Matthias und ich haben uns vor gut einem halben Jahr vorgenommen, mal zu zweit einen Roadtrip im Winter nach Skandinavien zu machen. Die Zeit nach meinem Geburtstag und nach dem Pfarrkarneval in der Gemeinde bot sich dafür super an. Und heute sind wir tatsächlich gestartet.

Um kurz nach 7 heute Morgen packten wir die letzten Sachen in Papas Bulli, den wir netterweise diese Reise nehmen dürfen und starteten dann gegen kurz nach 8 mit vollen Tanks in Richtung Norden. Die Strecke kennen wir mittlerweile schon fast auswendig. So entspannt wie heute war’s aber eigentlich noch nie. Man mag es nicht glauben, aber wir standen bei Hamburg nicht im Stau. Somit bekamen wir auf Fehmarn schon die Fähre um 14 Uhr.

Kurz vorher wurde in Deutschland noch einmal Diesel getankt, um wieder gut weiterfahren zu können. Bei den Temperaturen wollen wir nicht auf dem letzten Tropfen unterwegs sein. Die Fährfahrt war sehr entspannt und das Schiff war wie leergefegt. Es lag sogar Schnee an Deck. Ein wirklich seltener Anblick.

Nach 45 Minuten Seeluft erreichten wir dann Rødby in Dänemark. Diesmal wurden tatsächlich unsere Ausweise kontrolliert. Nachdem wir erzählt haben, was wir denn in Dänemark wollen, konnten wir aber ohne weitere Kontrolle weiterfahren.

Die knapp 2 Stunden bis Kopenhagen fuhren sich auch ganz entspannt. Dort waren wir erst einmal bei MAX, einem Burgerladen, der wirklich sehr leckere Burger macht. Sehr empfehlenswert wenn man mal hier oben ist.

Die Überquerung der Öresundbrücke ist wie immer ein Highlight der Reise. Dieses krasse Bauwerk ist immer wieder beeindruckend und echt ein technisches Meisterwerk. Die Temperaturen sanken unter den Gefrierpunkt und der Schnee um uns herum wurde immer mehr. Die letzten Kilometer bis zum Campingplatz waren dann mit schneebedeckter Straße. Aber alles gut machbar.

Nach gut 680km im Auto tat es sehr gut, eine Runde spazieren zu gehen. Wir stapften durch den Schnee und erkundeten ein wenig die Gegend, dank Taschenlampe ging das aber sehr gut. Mal gucken wie das alles morgen aussieht, wenn’s hell ist. Müde geht’s jetzt ins Bett. Mal gucken wie wir da so drin schlafen. Wenn man alleine diagonal schläft ist es sehr komfortabel. Mal gucken wie’s so wird…

Tag 24 (29.08.25) – erfolgreiche Batteriereparatur und Heimreise

Es war ungewöhnlich warm heute Nacht und auch die Luft ist deutlich schlechter als im Dachzelt. Das fällt aber erst auf, wenn man mal wieder unten schläft😂. Heute Morgen ging’s früh raus und direkt zu BullTron, dem Batteriehersteller. Wir haben die Batterie wieder ausgebaut und haben sie anschließend zur Überprüfung abgegeben. Auch mal spannend so hinter die Kulissen zu schauen.

Die Wartezeit verbrachten wir mit einem leckeren Frühstück beim Bäcker sowie einem Spaziergang in die Stadt. Wirklich eine schöne Stadt, klare Empfehlung hier mal hinzufahren.

Nach erfolgreicher Batteriereparatur trennten sich unsere Wege, zumindest vorerst. Nach gut 45 Minuten stand Papa ein paar Autos hinter mir in einer Abbiegeschlange und das, obwohl wir unterschiedliche Wege gefahren sind.

Die Fahrt verlief ganz entspannt. Es war zwar zwischendurch viel los und eine gewisse ungewohnte Hektik im Verkehr, die man aus Skandinavien überhaupt nicht kennt. Auf einem Parkplatz quatschte ich fast eine halbe Stunde mit einem anderen Bullifahrer, immer wieder cool, was man unterwegs für Bekanntschaften macht.

Zu Hause angekommen schaute ich einmal, wie weit ich auf dem Trip insgesamt gefahren bin. 4060km, krass wie schnell das dann doch so hochzählt…

Mittlerweile ist das Auto schon größtenteils ausgepackt und die Wohnung ziemlich vollgestellt. Immer wieder verrückt, wie viel Zeug man dabei hat und eigentlich gar nicht braucht. Über einige Dinge, gerade auch Werkzeug oder ein Abschleppseil waren wir aber auf diesem Trip ziemlich dankbar. Das Auto hat übrigens seit der Aktion mit dem Turboschlauch, also ab Stockholm, keine Probleme mehr gemacht und hat mich sehr komfortabel über die norwegischen Straßen und Serpentinen gefahren und auch die knapp 1000km von Norddänemark nach Hamm. Die erste (gleich schon die zweite) Waschmaschine läuft schon. Somit geht eine wirklich sehr schöne und abenteuerliche Reise zu Ende. Vielen Dank fürs Lesen und fleißige Kommentieren. Der nächste Trip startet mit Sicherheit😉

Tag 23 (28.08.25) – Happy Birthday Papa

Um heute Nacht im Wald nicht aufzufallen, schlief ich unten. Dafür habe ich das Bett nach der Fährüberfahrt erst einmal umgeklappt. Oben zu schlafen ist definitiv entspannter. Wenn man aber erst einmal liegt, ist es sehr gemütlich. Heute Morgen standen wir gegen kurz nach 8 auf und es wurde erst einmal zum Geburtstag gratuliert. Irgendwie cool hier gemeinsam Geburtstag zu feiern. Wir fuhren die 5 Minuten zum Strand und machten uns leckeres Frühstück am Strand.

So schön es hier auch ist, blieben wir nicht allzu lange und starteten unsere heutige Etappe. Gut 570km auf dem Plan. Und die fahren sich ja auch nicht von alleine… Somit rollten wir allmählich Richtung Süden.

Die Fahrt verlief alles in allem echt entspannt. Zwar war zwischendurch mal etwas mehr Verkehr und der ein oder andere Stau, es ließ sich jedoch echt gut fahren. Vorm Elbtunnel in Hamburg war wie immer ein etwas längerer Stau, aber auch der war irgendwann hinter uns. In Lüneburg angekommen liefen wir erst einmal eine kleine Runde durch die Stadt um dann in der L‘Osteria essen zu gehen. Die Pizza hier schmeckt einfach wie immer sehr gut. Ein sehr schönes Geburtstagsessen.

Anschließend fuhren wir noch in den Norden der Stadt auf einen Parkplatz, auf dem wir die heutige Nacht verbringen werden. Auf dem Weg hierhin kam ein dickes Gewitter runter. Nach dem vielen Sitzen ging ich noch eine Runde spazieren und liege jetzt auch müde im Bett.

Tag 22 (27.08.25) – von Larvik nach Hirtshals

Gegen 09:30 Uhr frühstückten wir noch einmal alle gemeinsam vor den Bullis. Nachts hat’s geregnet und somit war alles ziemlich klamm. Ganz ungewohnt nach den letzten Tagen, in denen es ja fast nur Sonne gab.

Gegen halb 11 trennten sich unsere Wege, jedenfalls von Matthias und Nelly. Papa und ich fuhren entspannt die knapp 2 Stunden bis Larvik. Von hier fährt die Fähre nach Dänemark rüber. In Larvik kauften wir noch einmal ein und verbrachten die Mittagszeit in einem kleinen Wohngebiet. Dort gab’s dann auch Mittagessen. Anschließend ging ich noch eine Runde spazieren. Genau an dem Platz war ich vor 1,5 Jahren mit Luca, allerdings im Winter. Hier jetzt alles mal ohne Schnee zu sehen ist auch cool.

Der Check-In auf die Fähre ging problemlos mit Kennzeichenerkennung. Quasi nur die Bordkarte in die Hand gedrückt bekommen ging’s in die Wartespur. Ca. eine Stunde später ging’s dann aufs Schiff. Immer wieder cool, so in den Schiffsbauch zu fahren.

Wir schauten vom Außendeck beim Ablegen zu und ließen Norwegen hinter uns. Danke für diese schöne Zeit hier. Unter Deck probierten wir einmal das „Catch me if you can“ Restaurant aus, welches quasi ein All-You-can-eat Buffet ist. Sehr lecker und eine wirklich große Auswahl. Essen mit Blick aufs Meer. Kann man auf jeden Fall mal machen😎.

Nach gut 4 Stunden auf dem Schiff erreichten wir Hirtshals, den nördlichsten Zipfel von Dänemark. Da wir beide ziemlich müde sind und nicht noch weiterfahren wollten, suchten wir uns einen Platz im Wald, ca. 5 Minuten von der Fähre entfernt. Müde geht’s jetzt ins Bett und morgen dann weiter.

Tag 21 (26.08.25) – Über Røldal nach Seljord

Heute ging’s mal etwas früher aus den Federn. Im benachbarten Hotel frühstückten wir am Buffet und die Camperküche blieb kalt. Anschließend wurde gespült und die Werkstatt hat verkündet, dass der T3 fertig ist. Sehr sehr cool.

Nachdem die Sachen von Matthias und Nelly, die heute Nacht mit im California geschlafen haben, wieder in T3 verstaut war und auch die Rücksitzbank wieder zurückgeklappt war, brachen wir auf Richtung Røldal. Das Wetter war wieder einmal traumhaft, bei diesem Panorama einfach schön. Im weiteren Verlauf der Fahrt fing Papas Elektrik im Dexter an, nicht mehr so richtig zu funktionieren wie sie sollte. Mal war der Strom da, mal wieder weg.

Wir beobachteten die Situation, probierten mehrere Sachen aus, nach einiger Zeit ging jedoch nichts mehr und alles war aus. Kein Kühlschrank, kein Licht, gar nichts. Nach Rücksprache mit GIBA (schon cool, dass ich da arbeite) haben wir direkt mit dem Batteriehersteller gesprochen und einen Fernsupport bekommen. Also einmal die Batterie ausgebaut, aufgeschraubt und die Batterie wieder einsatzfähig gemacht, um wieder Strom zu haben. Auf dem Rückweg werden wir mal in Lüneburg vorbeifahren und die Batterie überprüfen lassen.

Es hat jedoch wieder mal gezeigt, dass ein wenig handwerkliches Geschick und Werkzeug auf solchen Touren echt nicht fehlen sollte. Sonst ist man schnell ziemlich aufgeschmissen.

Nachdem auf dem Supermarktparkplatz in Røldal wieder alles zusammengebaut war, sind wir noch gut 2 Stunden nach Seljord gefahren und stehen hier jetzt auf einem gemütlichen Campingplatz. Zum Abendessen gab es Lachs mit Kartoffeln.

Tag 20 (25.08.25) – Ulvik

Auch am heutigen Morgen wurden wir von der Sonne geweckt und hatten wieder strahlend blauen Himmel. Mit dem Wetter haben wir dieses Jahr wirklich sehr viel Glück. Nach einem Frühstück haben wir auf dem Abschlepper gewartet. Dieser kam dann gegen 11 Uhr, lud den alten T3 auf und brachte ihn nach Ulvik in eine Werkstatt.

Mit den beiden anderen Bullis fuhren wir hinterher. Die Werkstatt hat nach der Mittagspause einen Blick in den Motorraum geworfen und festgestellt, dass vom Übergang zwischen Motor und Auspuff etwas abgebrochen ist und dort nun Abgase austreten und für die lauten Geräusche sorgen. Es ist jedoch reparierbar und die Werkstatt hat sogar Zeit das zu machen. Mal gucken wann der Wagen fertig wird.

Wir checkten auf dem Campingplatz hier ein, zugegeben, es gibt Orte, in denen eine Autopanne nicht so schön ist. Der Blick auf den Fjord bei diesem traumhaften Wetter ist einfach schön. Wir richteten uns ein und haben Mittagessen gegessen.

Anschließend machte ich mich mit dem Fahrrad auf den Weg, die Gegend zu erkunden und Sport zu machen. Es ging ziemlich steil den Berg rauf. Hier hatte ich ein herrliches Panorama aufs Tal mit dem Fjord. Die Häuser hier oben haben definitiv eine sehr schöne Aussicht.

Bergab ging’s dann ziemlich schnell und ich fuhr noch etwas weiter, bis ich irgendwann wieder am Campingplatz war. Der weitere Verlauf des Abends war entspannt, wir haben gequatscht, sind durch den Ort gelaufen und haben ein wenig über die Planung der nächsten Tage gesprochen. Das machen wir davon abhängig, wann der Bulli wieder heile ist.

Draußen rauscht ein Bach, der in den Fjord fließt. Die Aussicht aus dem Dachzelt ist auch wieder sehr schön.

Tag 19 (24.08.25) – über die Hardangervidda zum Eidfjord

Die heutige Nacht war nicht so kalt wie davor die Nacht in der Pampa, der Schlafsack musste somit nicht bis zum Hals gezogen werden. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit frischen Brötchen und Rührei mit Bacon füllten wir unsere Wassertanks auf und spülten noch einmal das Geschirr.

Es ging weiter Richtung Westen auf die Hardangervidda, eine große Hochebene, sehr beeindruckend, vor allem auch die Schneebegrenzungspfosten, die bestimmt 2,5 Meter hoch sind. Irgendwann mittendrin stellten wir die beiden neueren Bullis ab und fuhren mit dem T3 in eine kleine schottrige Mautstraße, die irgendwann an einem See endete.

Auf dem Rückweg ließ ich die Drohne fliegen und machte coole Aufnahmen vom Auto. Zurück an den Bullis fuhren wir weiter zum Vøringsfossen, einem riesigen beeindruckenden Wasserfall.

Ich war hier schon ein paar Mal, es ist jedoch immer wieder beeindruckend mit was für einer Kraft das Wasser hier runterschießt. Im Restaurant vor Ort haben wir noch ein spätes Mittagessen gegessen.

Anschließend ging’s noch weiter bergab Richtung Eidfjord, einfach beeindruckend dieser Mix aus Bergen und Wasser. Auch sehr beeindruckend sind die Tunnel, die sich spiralförmig durch den Berg schlängeln. Es gibt sogar Kreisverkehre im Tunnel. Auch durch solch einen fuhren wir. Und plötzlich war da ein lautes Geräusch vom Auto vor mir (T3) welches beim Beschleunigen lauter wurde. Sofort ging’s in eine Parkbucht, die glücklicherweise kurz nach dem Tunnelausgang war. Schnell stand fest. So geht’s erst mal nicht weiter, jedenfalls nicht solange nicht klar ist, was das für ein ohrenbetäubendes Geräusch ist.

Also wurden die Abschleputensilien, in erster Linie ein Abschleppseil herausgekramt und der T3 an den T5 gehangen. Schon irgendwie komisch, dass das Auto, was letzte Woche noch die Probleme hatte heute als Abschleppauto dient. Die ca. 3km zum nächsten Campingplatz ging’s mit Warnblinker und 25 km/h.

Matthias rief den ADAC und schilderte das Problem. Irgendwann später meldete sich dann der norwegische Pannendienst und teilte uns mit, dass ein Abschleppen heute Abend wenig Sinn ergibt, da er am Sonntag Abend keine Werkstatt erreicht, um zu fragen, ob jemand Zeit hat, sich den Motor einmal anzuschauen.

Somit checkten wir auf dem Campingplatz ein und machten es uns gemütlich. Nach Nudeln mit Pesto ging’s für alle in die Bullis, heute auch nicht so kalt wie die letzten zwei Abende. Mal schauen, wie es morgen mit dem Bulli weitergeht und was die Werkstatt sagt. Irgendwie haben wir’s auch mit den Pannen auf diesem Trip… Naja, ändern kann man‘s eh nicht und wir müssen einfach das Beste draus machen.

Tag 18 (23.08.25) – Ziemlich Geilo hier

Heute Nacht wurde es richtig kalt, also richtig. Die kälteste Nacht auf diesem Trip bis jetzt. Der Sensor in Papas Bulli hat 0,6 Grad als niedrigsten Wert angezeigt 🥶. Im Dachzelt war’s jedoch dank Thermo-Schlafsack und sogar ohne Heizung nachts angenehm. Die richtigen Accessoires sind wirklich entscheidend.

Nachdem wir alle allmählich aus den Betten gekrochen sind, haben wir erst einmal gemütlich draußen gefrühstückt, dick eingepummelt. Es war sogar Zeit für meine Winterjacke. Hat sich also gelohnt die mitzunehmen.

Kurz nachdem wir aufgebrochen sind kam uns eine Schafherde entgegen. Ganz neugierig schauten die Schafe, was dort so passiert. Sonst ist da wirklich tote Hose und auf einmal stehen 3 bewegliche große laute Blechhaufen vor ihnen.

Wir wählten nicht die großen Straßen, um unser heutiges Ziel Geilo zu erreichen, sondern fuhren durch einige Täler. Das bedeutete, Berg hoch, dann wieder runter und danach wieder hoch. Berg hoch war wieder getreu dem Motto: In der Ruhe liegt die Kraft, Berg runter ging aber bei allen ziemlich flott.

Irgendwann wurde die asphaltierte Straße zur Schotterstraße, erst mit vielen Schlaglöchern, dann nachdem wir die Mautstelle passiert haben deutlich besser, sodass wir auch zeitweise ca. 60-80 km/h fahren konnten. In den Kurven hat man dann die Physik ziemlich gespürt und zwar dahingehend, dass der Wagen aus der Kurve getragen wurde. Also jetzt nicht kritisch oder unbeherrschbar, aber das Popometer hat auf jeden Fall gemerkt, dass das Auto ein bisschen rutscht, sehr cool und hat viel Spaß gemacht.

Am Nachmittag erreichten wir unseren heutigen Campingplatz in Geilo. Wir mussten vor dem Abendessen erst einmal das Geschirr der letzten Tage spülen. Anschließend haben Matthias, Nelly und Papa gekocht, während ich eine Runde durch den Ort spazierte.

In Geilo kann man sehr gut Wintersport betreiben, auch ist hier der Langlauf sehr etabliert, sodass die Loipen, also die Langlaufbahnen komplett asphaltiert sind. Heißt, auch im Sommer können die Sportler hier trainieren. Es waren auch einige unterwegs. Auch ein Biathlon-Stand ist hier.

Besonders beeindruckend fand ich den Snowfarming-Berg, ein reisender Haufen Schnee, der mit einer Plane bedeckt ist. Im Winter wird, wenn’s kalt ist, Schnee produziert, welcher dann im Sommer teilweise schmilzt mit dem Hintergrund, zur nächsten Wintersaison früh anzufangen.

Nach dem Abendessen haben wir in der Campingplatz-Grill-Kota ein Feuer entzündet und mal wieder Stockbrot gemacht.

Auch heute Nacht wird’s wieder frisch. Die Standheizungen tun ihren Dienst sehr zuverlässig und sorgen für angenehme Wärme.