Tag 51 (15.04.25) – Berlin Finale

Letztes Mal Tanken vor Hamm

Am heutigen Dienstag frühstücke ich mit Oma erst einmal ganz in Ruhe und wir hatten einen entspannten Start in den herrlichen Frühlingstag. Für mich ging es danach spontan zu Fojuths, um die Beiden mal zu besuchen und ein bisschen zu quatschen. Wir unterhielten uns viel, es waren auch Handwerker im Haus und es wurde definitiv nicht langweilig. Die diversen Umbauten am Bulli wurden begeistert von den Vorbesitzern begutachtet und Bine und Christian waren froh, ihren alten Bus mal wieder zu sehen.

Am Nachmittag fuhr ich dann wieder zurück zu Oma, wo mich auch schon meine Großtante Gabi erwartete. Wir haben gemeinsam Mittag gegessen und geplauscht. Auch heute haben wir die gemeinsame Zeit genossen und sie gut genutzt.

Am Abend machte ich noch einen Spaziergang durch Lichterfelde. Alles fängt hier an zu blühen und es wird immer frühlingshafter. Oma und ich haben uns dann noch eine Kleinigkeit zum Abendessen gemacht und sitzen jetzt noch auf dem Sofa. Morgen geht’s dann für mich wieder zurück nach NRW.

Tag 50 (14.04.25) – Familien-Tag

Crazy, einfach schon 50 Tage unterwegs. Heute war Familien-Tag hier in Berlin. Zum Frühstück kam Gertrud vorbei und mittags auch Gabi. Leider haben wir kein Selfie gemacht. Das ist mir aber erst zum späten Nachmittag bewusst geworden. Wir unterhielten uns viel über alles mögliche, saßen mal im Garten, mal im Wohnzimmer und mal in der Küche. Es war sehr schön, die Beiden mal wieder zu sehen.

Zum späten Nachmittag fuhren Oma und ich noch zu Clemens und Moritz und wir entschieden uns spontan, mit Evelyn zum Griechen zu gehen. Zu fünft hatten wir ein nettes Abendessen und fuhren danach wieder nach Hause. Ich ging noch eine große Runde spazieren. Nach dem vielen Sitzen heute und dem vollen Bauch tat das sehr gut.

Tag 49 (13.04.25) – Ein Tag am Wasser

Am heutigen Sonntag stand erst einmal ein entspanntes Frühstück bei Clemens und Moritz auf dem Programm. Oma und ich holten frische Brötchen vom Bäcker und gegen 10 Uhr waren wir dann vor Ort. Evelyn, die Mama von Moritz, war auch dabei und wir hatten ein sehr schönes gemeinsames Frühstück.

Oma fuhr dann wieder nach Hause und Clemens und ich fuhren zum Wannsee in den Segelverein, um ein bisschen was am Boot zu machen. Nebenbei halfen wir noch anderen Seglern beim Mast stellen, aßen zwischendurch Kuchen und saßen eine zeitlang auch einfach nur auf dem Boot und genossen das schöne Wetter.

Zum Abendessen hat Moritz super leckere Burger gezaubert, die wirklich sehr lecker geschmeckt haben. Clemens brachte mich anschließend noch zurück zu Oma.

Mit Oma spielte ich noch „Mehr oder weniger“, ein Kartenspiel in dem es viel um‘s Schätzen geht. Müde geht’s jetzt nach der vielen frischen Luft ins Bett.

Tag 48 (12.04.25) – Überraschungsbesuch zurück in Deutschland

Heute Morgen packte ich in Ruhe meine Sachen zusammen, räumte das Haus auf und brachte wieder alles auf Vordermann. Gegen kurz vor 12 startete ich meine heutige Etappe, die bei Abfahrt noch kein festes Ziel hatte. Nachdem ich meinen Müll beim Wertstoffhof in Going vorbeigebracht und mir beim Bäcker noch eine Wegzehrung geholt habe, ging’s Richtung Deutschland.

Vorbei an Rosenheim, München, Ingolstadt und Nürnberg fuhr ich weiter die A9 in Richtung Berlin. Ursprünglich war die Idee heute, so lange zu fahren, wie ich Bock hatte mit groben Ziel Berlin. Die Straßen waren so leer und es war so wenig los, wie ich es schon ewig auf deutschen Straßen nicht mehr erlebt habe. Es rollte so gut, dass ich tatsächlich bis Berlin durchfuhr. Für die 680km brauchte ich nur gut 7 Stunden und dabei bin ich nicht einmal geheizt. Meistens so zwischen 110 und 120 km/h.

Gegen 19:15 Uhr kam ich bei Clemens und Moritz an und von da ging’s direkt weiter zur Pizzeria bei Oma um die Ecke. Sie wusste von meinem Überraschungsbesuch überhaupt nichts und hat auch nicht damit gerechnet, dass ich plötzlich in der Pizzeria am Tisch auftauche. Sie war echt überrascht und hat sich riesig gefreut. Die Überraschung ist definitiv geglückt.

Wir hatten einen entspannten Abend mit leckerem Essen und haben die Zeit gemeinsam genossen. Nach dem Essen fuhren Clemens und Moritz wieder nach Hause und ich fuhr mit Oma zu ihr. Hier schlafe ich auf dem Gästesofa, sehr gemütlich.

Die Fahrt heute hat mir mal wieder gezeigt, wie schnell man dann doch woanders sein kann, wenn man etwas länger im Auto sitzt und wie „nah“ Österreich dann doch ist. Mir ist aber auch bewusst, dass leider nicht so oft so wenig Verkehr ist und man meistens nicht so gut durchkommt. Wir werden uns hier jedenfalls nette Tage machen.

Tag 47 (11.04.25) – Hier wird’s nicht langweilig

Die Erkältung wird mit jedem Tag besser, so auch heute. Ich hatte deutlich mehr Energie beim Aufwachen und bin heute Morgen mal zum Bäcker runtergefahren, habe frische Kaisersemmeln gekauft und war auch noch kurz im Supermarkt. Ganz in Ruhe habe ich dann bei schönstem Sonnenschein das Frühstück genossen.

Ich wusch noch eine Maschine Wäsche, die draußen in der Sonne und dem Wind innerhalb kurzer Zeit trocken war, sehr praktisch. Ebenfalls räumte ich den Bulli ein wenig auf, fegte einmal durch und räumte die frische Wäsche wieder in die dafür vorgesehenen Taschen. Die sind echt schön platzsparend in den hinteren Seitenfenstern.

Mittags verwertete ich einige Reste und zauberte einen bunten Mix aus dem, was die Kühlbox noch so hergab. Rasen auf der Straße ist ja nicht so mein Ding, aber Rasen mähen fand ich schon früher cool, sodass ich hier heute Nachmittag einmal den Rasen mähte.

Zum Sonnenuntergang raffte ich mich einmal auf und ging eine Runde spazieren. Die Runde über Schwendt, ein kleines Nachbarörtchen. Eine sehr schöne und nicht lange Runde, bei der ich den wunderschönen Sonnenuntergang bestaunen durfte, immer wieder schön.

Durch die freie Sicht zum Himmel kann man hier abends und nachts Sterne gucken.

Es ist fast Vollmond, sodass alles gar nicht richtig dunkel ist. In Kombination mit den Bergen wirklich traumhaft.

Morgen wird es für mich dann wieder weitergehen, tatsächlich nach Deutschland, nach über 6,5 Wochen im Ausland. So lange war ich noch nie in meinem Leben am Stück im Ausland. Ich bin sehr gespannt, wie das so sein wird. Bis dahin mache ich’s mir hier jedoch noch gemütlich, lasse den Abend entspannt ausklingen und fahre dann morgen ganz gemütlich los.

Tag 46 (10.04.25) – Kaiserwetter am Wilden Kaiser

Heute Morgen war’s bewölkt, als ich aufwachte. Die Wolken verzogen sich aber im Laufe des Tages wieder. Ich ließ es wieder ruhig angehen, sortierte die Videos weiter und schaute eine Serie. Nachmittags ging ich eine ganz kleine Runde spazieren, großartige sportliche Betätigungen möchte ich aber aktuell noch nicht machen.

Ich fuhr auch nach Scheffau, um einmal zu tanken. Das war mal wieder fällig und dann muss ich auf der Weiterreise nicht mehr dran denken. Danach ging’s zurück nach Going zum Badesee.

Als ich das letzte Mal hier war, lag noch richtig viel Schnee und die Langlauf-Loipe war gespurt. Jetzt ist der gesamte Schnee geschmolzen und und der Badesee wacht langsam aus dem Winterschlaf wieder auf.

Zum Abend hin ging die Sonne wieder richtig schön unter. Sehr idyllisch und einfach schön. Die Berge haben einfach immer wieder was. Zwischendurch wurde heute auch noch Wäsche gewaschen und die trockene wieder gefaltet. So frische Wäsche weiß man dann auch besser zu schätzen, gerade wenn man weiß, wie Klamotten auch muffig riechen können, wenn’s im Camper überhaupt nicht trocken wird…

Tag 45 (09.04.25) – In der Ruhe liegt die Kraft

Nach über 6 Wochen mal wieder in einem Haus zu schlafen war ein wenig ungewohnt, jedoch tat es sehr gut und ich habe wirklich gut geschlafen. Ich startete ganz entspannt in den Tag, machte ein Kamillendampfbad, frühstückte und habe mir die Ruhe angetan. Nach den letzten zwei Tagen mit viel Fahrerei tat das wirklich sehr gut.

Ich habe ein wenig gearbeitet, lecker zum Mittagessen gekocht und die Videos weiter sortiert und bearbeitet. Da geht doch mehr Zeit flöten als man so denkt…

Der Kaiser bot wieder herrliches Kaiserwetter und die Temperaturen wurden auch gut zweistellig, jedenfalls tagsüber. Nachts gibt’s hier noch Frost. Ich kuriere mich hier jedenfalls weiter gut aus und tue mir wirklich die Ruhe an. Kann man hier auch sehr gut machen.

Tag 44 (08.04.25) – I‘m going to Going

Auch die letzte Nacht war nicht wirklich erholsam. Ich wurde öfter wach, brauchte dann lange um wieder einzuschlafen und habe wohl auch nicht wirklich tief geschlafen. Naja, gegen kurz nach 7 war ich dann endgültig wach und klappte das Bett wieder um und machte den Bulli ready für die nächste Etappe. Heute fing dann auch die Nase an zu laufen… Nach einem Frühstück ging’s dann los.

Ich fuhr weiter Richtung Osten, vorbei an Zürich, St. Gallen und dem Bodensee, bis ich dann auf einmal schon in Österreich war. Das ging dann doch irgendwie schneller als gedacht. Die Straße Richtung Innsbruck war größtenteils zweispurig, teilweise aber auch einspurig, gerade in den Tunneln. Das war dann teilweise echt anstrengend zu fahren, aber alles machbar.

Kurz vor Innsbruck machte ich noch eine kurze Pause. Hier ist eine Raststätte, die irgendwie anders als die anderen sind, mit großer Veranstaltungshalle, Restaurant und co. Irgendwie wie eine ziemlich groß geratene Skihütte.

Nach weiteren 1,5 Stunden Fahrt erreichte ich dann am Nachmittag Going am Wilden Kaiser, mein heutiges Ziel nach über 400km. Es ist wirklich ein wenig wie Zuhause ankommen, wenn man hier ankommt. Ziemlich müde und geschafft kam ich hier an und habe mich erst einmal hingelegt und ne Runde geschlafen. Das war wirklich nötig und tat gut. Danach noch einmal zum Supermarkt um die nötigsten Dinge einzukaufen. Ich werde mich hier die nächsten Tage ein wenig auskurieren und mir die Ruhe antun. Mit dem Kaiserblick geht das besonders gut.

Tag 43 (07.04.25) – ab in die Schweiz

Meine Vermutung, eine Erkältung eingefangen zu haben, bestätigte sich in der Nacht. Erhöhte Temperatur, ein Wechsel aus Kalt und Warm sowie Halsschmerzen begleiteten mich die Nacht über und ließen mich ab und an mal aufwachen. Naja, machste nix, gibt zwar bessere Orte um krank zu sein, aber ändern kann ich’s ja nicht. Ich schlief dennoch einigermaßen gut.

Ich startete gegen 10 Uhr meinen heutigen Trip in Richtung Nordosten, erst gut 3 Stunden über französische Landstraßen, durch immer grüner werdende Wälder und kleine Dörfchen.

Irgendwann nach vielen Kurven kam ich in Genf an und war plötzlich in der Schweiz. Ich war auch echt froh, als die Straßen dann wieder größer wurden. An einer Tankstelle kaufte ich eine Vignette für die schweizerische Autobahn. Jetzt ist ein weiterer Aufkleber auf meiner Windschutzscheibe.

Vorbei an schönen Seen fuhr ich noch einige Kilometer in der Schweiz, bis ich auf einmal in einem Stau stand und gut 500m weiter eine schwarze Rauchwolke zu sehen war. Ein Feuerwehrauto nach dem nächsten kam durch die Rettungsgasse geschossen. Dort brannte ein Kleintransporter und als ich vorbei fuhr war gar nicht mehr so viel über. Es sah aber so aus als wurde niemand verletzt.

Kurz nach dem Stau erreichte ich auch schon meinen Platz für die Nacht, ein kleiner Womo Stellplatz, der für eine Nacht auf jeden Fall OK ist.

Morgen geht’s dann weiter nach Österreich 🇦🇹.

Tag 42 (06.04.25) – Lyon

Gestern Abend war ich der vorletzte, der auf dem WoMo-Stellplatz und heute Morgen tatsächlich der erste, der gegen kurz vor 9 Uhr den Platz verlies. Mein heutiges Ziel war Lyon.

Hier war ich mit einer Freundin, Laura, die ich noch aus der Schule kenne und die mittlerweile hier lebt, verabredet. Sie hatte noch Besuch von zwei anderen Freundinnen, Louisa und Lina, die ebenfalls in der Stadt waren. Mit dem Fahrrad fuhr ich also in die Stadt runter, da der Campingplatz ein wenig außerhalb liegt. Für 16 Euro die Nacht bin ich wahrscheinlich sogar günstiger davon gekommen, als wenn ich in der Stadt geparkt hätte…

Nach einer guten Dreiviertelstunde erreichte ich einen Park, den „Parc De La Téte d‘Or, in dem wir uns dann zu viert getroffen haben. Hier gibt’s sehr viel Platz und bei dem schönen Wetter auch sehr viele Menschen. Wir waren also nicht die einzigen mit der Idee. Zu sehen gibts hier neben Schildkröten, Flamingos und Giraffen noch weitere Tiere, aber auch eine kleine Bimmelbahn, die durch den Park fährt.

Wir saßen einige Zeit mit Blick auf den See und genossen das schöne Wetter. Heute wurde auch mal die kurze Hose ausgepackt. Praktisch, dass ich die auch dabei habe.

Dann fuhren wir in die Innenstadt, die Mädels mit Bus und Tram, ich fuhr mit dem Fahrrad, was ich die meiste Zeit des Tages durch die Stadt geschoben habe. Irgendwo anschließen wollte ich das nämlich nicht. So schnell kann man glaube ich gar nicht gucken bis es weg ist.

Unterwegs gab’s eine Bäckerei, die viele natürlich besonders kalorienarme Spezialitäten anbot. Da gab’s eine Art Schokokuss, aber noch anders und außen nicht mit fester Schokoladenhülle, sondern mit verschiedenen Toppings. Außerdem ein überdimensioniertes Schokobrötchen, welches wirklich lecker und noch warm war. Ich glaube ich habe noch nie solch ein fluffiges und leckeres Schokobrötchen gegessen.

Wir gingen noch etwas weiter durch die Stadt und kehrten zum Abend hin in einer Pizzeria ein, die sehr gute Bewertungen hatte, aber irgendwo in einer Nebengasse versteckt war. Die Pizza war sehr gut und das Preis-Leistungsverhältnis für die Großstadt top.

Nach dem Essen trennten sich unsere Wege wieder und ich trat den Rückweg Richtung Bulli wieder an. Es ging ganz schön den Berg hoch und es machte sich bei mir ein Halskratzen bemerkbar und ich wurde etwas schlapp, und schob daraufhin das Rad einige Zeit den Berg hoch. Mal gucken, ob ich mir ne Erkältung eingefangen habe oder es irgendwelche Pollen sind, die hier rumfliegen. Mal gucken… Ich habe es mir jedenfalls schon im Bulli gemütlich gemacht und werde gleich auch schlafen gehen.