
Das Wetter heute Nacht war echt komisch. Mal war es komplett windstill, also wirklich komplett windstill, sodass man wirklich überhaupt gar nichts gehört hat und mal peitschte gefühlt mit voller Wucht gegen das Zelt. Somit wurde ich auch heute Nacht immer mal wieder leicht wach und wachte auch schon gegen kurz nach halb 7 heute Morgen auf. Raus aus dem Schlafsack wurde es auch direkt ziemlich frisch. Also schnell alles ins Auto, Zelt zugeklappt, gefrühstückt und ab ins Auto. Da ist es nämlich schön warm während der Fahrt. Gegen 10 Uhr ging’s dann auch schon los. Die Strecke war bekannt, da es bis Alta keine wirkliche Altanativroute (Achtung Wortspiel für die, die da nicht so in dem Game sind) gab. Somit fuhr ich auch wieder an dem Campingplatz vorbei, auf dem ich die Nacht davor stand. Da ich aber noch etwas weiter fahren wollte, ließ ich Alta hinter mir und fuhr die E6 immer weiter. Schon irgendwie krass, dass diese Straße von Trelleborg in Schweden ca. 480km durch Schweden führt, dann an Oslo und Trondheim vorbei bis nach Kirkenes, also kurz vor Russland führt. In Norwegen sind’s etwa 2600km und insgesamt über 3000km.
Irgendwann sah ich ein großes Schild: Arctic Fjord Camp in 3km. Klang irgendwie interessant. Hier gibt’s Hütten und einen Campingplatz, direkt am Fjord. Da das Wetter wirklich super war und ich ja die letzten Tage nicht gerade wenig im Auto gesessen habe, entschloss ich mich mittags um kurz nach 12, hier einfach zu bleiben. Das ist ja das schöne an diesem flexiblen Reisen.
Vor Ort machte ich mir einen entspannten Nachmittag, machte einen ausgiebigen Mittagsschlaf, las ein wenig und machte einen Spaziergang. Abends nutzte ich das warme Küchen-bzw. Sanitärgebäude, machte ein bisschen was am Rechner und kochte Abendessen.
Heute habe ich mir tatsächlich auch mal Strom dazugebucht. Eigentlich sehr ungewöhnlich, weil das in den Bullis einfach nicht nötig ist, aber da meine Standheizungskistenkonstruktion ja nicht ganz so wie erwartet läuft und ich als Backup glücklicherweise einen kleinen Heizlüfter eingepackt habe, sitze ich jetzt im geheizten Dachzelt. Sehr angenehm.
In den letzten Tagen, gerade hier oben im hohen Norden wo es auch einfach kälter als im Süden ist, habe ich festgestellt, wo das Dachzelt-Reisen so an seine Grenzen kommt. Solange man im Schlafsack liegt oder fährt ist es echt richtig geil. Komfortables Fahren dank PKW, deutlich weniger Spritverbrauch als im Bulli und die Nähe zur Natur. Aber genau diese Nähe zur Natur merkt man halt auch, wenn’s regnet, stürmt und man nicht gerade fährt oder im Schlafsack liegt bzw. irgendwas produktives am Rechner machen möchte…
Der Heizlüfter heute Abend allerdings ist wirklich ein Gamechanger. Mal gucken wohin es mich morgen so vertreibt.













Dein Bericht war wieder sehr unterhaltsam, weil er auch wieder recht abwechslungsreich geschildert wurde. Gut , dass Du so einen warmen Schlafsack hast , der den Aufenthalt in Deinem „Häuschen“ gemütlich macht . Versuchst du heute auch die Sternschnuppen zu beobachten, sehr spät in Deutschland, und vorher die Sonnenfinsternis ( nicht ohne Brille) ? Bei uns ab 19.00 Uhr bis ca.20.30 Uhr . Nun einen schönen Tag , bis später 👋
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Aktuell prasselt der Regen nur so aufs Zeltdach, mal gucken ob sich die Sonne nachher noch zeigt. Für die Sternschnuppen sollte es wahrscheinlich sehr dunkel sein, mal gucken wo ich heute Abend rauskomme und wie dunkel es da dann ist😎
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