Tag 12 (17.08.25) – bis kurz vor Stockholm

Das heutige Frühstück war quasi eigentlich zur Mittagessenszeit, heißt gegen 12:30 Uhr. Vorher schliefen wir lange, ich arbeitete ein bisschen und wir sind etwas später in den Tag gestartet. Das ist halt wirklich das coole am Camping bzw. Vanlife, dass man eine sehr freie Zeiteinteilung hat.

Nach dem Spülen und Zusammenpacken haben wir uns nochmal an den Turboschlauch gewagt und vulkanisierendes Tape verwendet. Auf den ersten Kilometern hat sich dieses jedoch etwas verschoben und immer wenn der Turbo angesprungen ist, pfiff es schön. Da wir sowieso noch in einen Baumarkt wollten und auch nochmal die Tanks vollgemacht haben, haben wir die Tape-Konstruktion noch ein wenig mit Panzertape und Kabelbindern erweitert.

Die letzten 100km bis zum Campingplatz kurz vor Stockholm hat es dann auch super gehalten. Es gab kein Pfeifen und der Wagen zog auch gut an. Zwar fährt die Sorge mit, dass der Schlauch platzt, aber bis hier hat’s erst einmal gehalten. Morgen wollen wir mal schauen, ob wir einen neuen Schlauch in einer Werkstatt vor Ort bestellen können.

Auf dem Campingplatz checkten wir ein und haben sogar einen Platz für beide Autos bekommen. Bis jetzt hatten wir überall Glück und mussten keine zwei Plätze dafür buchen. Hier ist es echt sehr schön, wir liefen am Wasser lang und quatschen viel. Zum Abendessen gab es Wraps. Auch heute hatten wir wieder richtig Glück mit dem Wetter, Sonne satt und angenehme Temperaturen. Allerdings wurde es zum Abend schattig, weshalb die Standheizungen jetzt surren, sehr gemütlich.

Tag 11 (16.08.25) – Weiter Richtung Nordosten mit technischen Problemen

Gegen kurz nach 8 wurde ich von Kindergeräuschen aus dem Schlaf gerissen, döste aber noch bis ca. 09:30 Uhr weiter. Wieder traumhaftes Sommerwetter hier in Schweden. Wir brachen auf Richtung Vimmerby, wollten eigentlich einmal in die Astred Lindgren World, aber 50€ pro Person waren uns dann für nur einmal schauen zu viel. Also ging’s weiter Richtung Ostküste.

Dort haben wir ein paar coole Fotos vom T3 auf den Schären gemacht. Leider darf man hier jedoch nicht stehen bzw. ist dies direkt neben einem Campingplatz… Für den California hat’s mit den Höhenunterschieden nicht so funktioniert weshalb wir es gar nicht erst probiert haben.

Anschließend ging’s weiter, Ziel war ein Campingplatz kurz vor Stockholm. So weit kamen wir jedoch nicht…

Wir fuhren gemütlich die E22 entlang, bis der California immer weniger Leistung hatte und kaum die Berge hochkam. Erst dachte ich es liegt an dem krassen Gegenwind. Als der Wagen jedoch auch bei langsamen Geschwindigkeiten kaum aus dem Quark kam, kam es mir schon komisch vor. Ein paar Minuten später blinkte die Glühspindel im Tacho. Also einmal runter von der Landstraße, Motor an und wieder aus. Da fiel mir ein, dass ich auch ein kleines OBD-Diagnose-Tool fürs Handy mit an Bord habe. Kurze Erklärung für die, die nicht wissen was das ist: Ein Gerät (ähnlich wie in einer Autowerkstatt, nur deutlich weniger komplex und mit weniger Funktionen), mit dem der Fehlerspeicher im Auto ausgelesen werden kann. Tatsächlich wurden Probleme mit dem Turbolader und dem Kraftstoffdruck angezeigt.

Wir löschten einmal den Fehler in der Hoffnung, dass es nur ein elektronisches Problem war und fuhren ein Stück weiter. Die Leistung war jedoch immer noch sehr stark gedrosselt und ich war ähnlich schnell wie der T3😂. Kurze Zeit später sprang der Wagen wieder in den Notlauf und die Glühspindel blinkte. Also wieder runter von der Landstraße. Irgendwie ist auf dieser Reise echt der Wurm drin und das Auto macht echt einige Probleme. Nach einem Blick unter die Motorhaube und einem genauen Gucken fiel mir ein Loch in den Schlauch zwischen dem Motorblock und dem Ladeluftkühler auf.

Da letztes Jahr dieser Schlauch auch schon ein Loch hatte wusste ich mir zu helfen. Panzertape, Kabelbinder, noch mehr Tape und Kabelbinder… Zum Glück bietet das Bordwerkzeug genau diese Dinge. Und siehe da, danach ging’s wieder. Kein Notlauf mehr, wieder annähernd 180PS, allerdings zwischendurch ein Fiepen, da die Tapeschicht natürlich nicht ganz dicht ist. So ging’s dann erst einmal weiter bis sich die Rußpartikelregenerationslampe mit einem Pling meldete. Hoffentlich nur eine falsche Fehlermeldung, denn diese war nach dem nächsten Start nicht mehr da.

Da wir noch fast 2 Stunden bis Stockholm und irgendwie keine Lust mehr zu fahren hatten, suchten wir spontan einen anderen Campingplatz raus. Nach vielen Kurven und einigen Hoch-und Runter erreichten wir einen kleinen Platz direkt am Wasser neben einem Yachthafen. Was eine Fahrt heute.

Die Dichtung des Schlauches wollen wir noch einmal optimieren, entfernten die Klebeschichten wieder und wollen morgen nochmal ein anderes Tape probieren, welches noch hitzebeständiger ist. Es bleibt also weiterhin spannend hier und wird nicht langweilig.

Den Abend verbrachten wir mit einer Platzrunde über den Campingplatz sowie den Hafen und zum Abendbrot gab es Pizza aus dem Skotti, sehr sehr lecker. Nach diesem ereignisreichen Tag geht’s jetzt müde ins Bett.

Tag 10 (15.08.25) – Weiter Richtung Nordosten

Der angekündigte Regen zog heute Morgen vorbei, sodass der Tag wieder mit viel Sonne startete. Wir packten alle Sachen zusammen und machten die Bullis fertig für die Abfahrt. Anschließend ging’s los. In Växjö machten wir einmal Pause bei MAX, aßen Burger und fuhren dann weiter Richtung Vetlanda. Dort haben wir eingekauft und Matthias und Nelly haben ein bisschen Kleidung geshoppt.

Zufälligerweise waren wir beim selben Supermarkt wie letztes Jahr mit Papa. Schon irgendwie lustig. Auf dem weiteren Tagesprogramm stand ein Offroad-Track, also eine Route, die durch den Wald führt. Anfangs war’s wirklich sehr gut machbar, zwischendurch mussten wir aber auch einmal umdrehen, da der Weg eher zum Wanderweg wurde. Also ging’s rückwärts wieder auf die normale Straße.

Die letzten Kilometer für heute fuhren wir durch Wälder, sehr staubige Schotterstraßen und erreichten dann am frühen Abend unseren nächtlichen Schlafplatz, einen kleinen Womo-Stellplatz direkt am See. Nach dem Abendessen sind wir eine Runde spazieren gegangen, haben auch versucht unsere Drachen steigen zu lassen, jedoch war der Wind leider zu schwach und drehte.

Den Abend verbrachten wir im T3 mit Hitster, einem Gesellschaftsspiel. Müde geht’s jetzt ins Bett und dann morgen weiter.

Tag 9 (14.08.25) – Radtour in Getnös Umgebung

Wieder einmal weckte die Sonne mich im Dachzelt gegen viertel vor 9. Mittlerweile schon Standard hier auf Getnö. Nachdem wir alle drei aus unseren Kojen geklettert sind, gab’s erst einmal Frühstück. Hier kann man Brötchen vorbestellen. Sehr praktisch. Heute stand viel Lesen auf dem Programm. Geht hier erstaunlich gut weil man einfach die Ruhe und Zeit dazu hat.

Nach einem kleinen Mittags-Snack startete ich zu einer Fahrradtour ohne festem Ziel. Also Fahrrad vom Träger, Sportsachen an und Trinkflasche aufgefüllt. Zuerst ging’s runter von Getnö Richtung Ryd. Andere Möglichkeiten hat man die ersten 10km auch gar nicht😂. Danach bog ich Richtung Nordosten ab, bis ich irgendwann in Urshult rauskam.

Auf dem Rückweg fuhr ich noch ein paar Umwege, sodass am Ende 45km auf dem Tacho standen. Das tat richtig gut, war aber auch anstrengend.

Anschließend ging’s zur Abkühlung einmal zurück am Campingplatz in den See und anschließend in die Dusche. Da wir alle Hunger hatten und das Mittagessen sehr klein ausgefallen ist, kochten wir relativ zeitig das Abendessen. Köttbullar mit Reis und Sauce, sehr lecker.

Nach dem Spülen ging’s zur obligatorischen Platzrunde und dann zum Sonnenuntergang ans Wasser. Einfach schön.

Tag 8 (13.08.25) – Ein Tag auf Getnö

Heute war erst einmal Ausschlafen angesagt. Im Dachzelt wird man ab einem gewissen Sonnenstand von alleine wach, da es immer wärmer wird. So auch heute. Traumhaftes Sommer-Sonnensonne bot uns Schweden heute. Kein Wölkchen am Himmel und entspannte Temperaturen zwischen 20-25 Grad. Für schwedische Verhältnisse sehr warm.

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir gemeinsam einmal zum anderen Ende der Insel gelaufen. Pro Weg ca. 2,5km, durch den Wald und auch am Wasser vorbei. Der Durst trieb uns aber relativ schnell wieder zurück zum Campingplatz, auf dem wir dann den Nachmittag sehr entspannt mit Eis essen, Zimtschnecke essen, lesen und schlafen verbrachten.

Zum Abendessen gab’s Lasagne, und ja, auch beim Campen kann man sehr lecker und umfangreich essen, auch wenn man das vielleicht nicht direkt so denkt. Es ist zwar mit etwas mehr Aufwand verbunden, aber auf jeden Fall möglich. Wir hatten jedoch so viel Sauce, dass wir beide Omnia-Öfen benutzt haben. Kurze Erklärung: Der Omnia ist quasi ein Backofen für einen Campingkocher.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Sehr lecker. Mit vollem Bauch ging’s dann ans Spülen. Über eine Stunde haben wir zu dritt gebraucht. Dafür war das Essen wirklich vorzüglich.

Im Getnö Pub spielte heute wieder eine Country-Band, die wir uns kurz anhörten. Jetzt geht’s müde in die Koje.

Tag 7 (12.08.25) – 190km für eine Bremsenrepsratur

Die erste Nacht auf Getnö für dieses Jahr war sehr erholsam. Um 8 Uhr klingelte der Wecker. Ich packte das Auto, klappte das Dach zu und holte die vorbestellten Brötchen an der Rezeption an. Nach einem kurzen Frühstück ging’s auch schon Richtung Ljungby zur Werkstatt.

Als ich am Stützpunkt des Pannenservice ankam, wurde direkt das Tor geöffnet und ich konnte direkt in die Halle gefahren. Und das obwohl ich sogar 15 Minuten früher da war. Der Reifen war schnell demontiert, aber was fehlte? Der 9er Inbus😂. Die Mechaniker haben erst probiert, den Bremssattel anders zu lösen. Das hat auch geklappt, aber nicht so richtig. Also hat Jimmie, der Chef, einen Kumpel mit einer Autowerkstatt angerufen und gefragt, ob die besagtes Werkzeug haben. Und siehe da. Nach 10 Minuten war der 9er Inbus da. Von da an war die Arbeit in nicht mal 15 Minuten fertig, die Bremse wieder montiert und die beweglichen Teile gefettet, Reifen wieder dran. Nach einer 30km langen Probefahrt haben wir noch einmal die Temperatur der Bremse gefühlt und keine merklichen Unterschiede zwischen links und rechts feststellen können. Richtig gut. Hoffentlich hält das jetzt.

Zum Mittagessen habe ich bei MAX, einem Burgerladen, Burger gegessen. Sehr empfehlenswert. Die Rückfahrt war sehr entspannt und mit einem deutlich besseren Gewissen…

Zurück auf Getnö probierten wir Nellys und Matthias SUPs aus und waren eine Runde schwimmen. Das alles bei warmem und schönem Wetter. Zum Abendessen gab’s Wraps. Den Abend lassen wir jetzt am Lagerfeuer mit Stockbrot aus klingen.

Tag 6 (11.08.25) – erfolglose Autoreparatur, Ikea-Museum und Getnö Gard

Um 06:45 Uhr ging heute Morgen der Wecker, ungewohnt früh. Mein Ziel: um 7:30 Uhr in der Werkstatt zu sein und das Problem mit der Bremse lösen. So einfach wie ich mir das vorgestellt und erhofft habe und die Frau vom Pannenservice am Samstag vorhergesagt hat liefs dann jedoch nicht.

  1. Werkstatt: hatten 4 Wochen Urlaub, morgens noch kein Mechaniker da und den Hof voll Autos und keine Zeit, haben mir eine andere Werkstatt empfohlen
  2. Werkstatt: Der Mann dort ist irgendwie mit dem falschen Fuß aufgestanden, war auch alleine da, sehr unfreundlich und wollte mir direkt einen neuen Bremssattel andrehen ohne nur einen Blick auf die Bremse zu werfen
  3. Werkstattt: Richtig Betrieb vor Ort, Werkstatt voll, viele Menschen, Aufträge ohne Ende, aber leider keine Zeit. Der nette Mann nannte mir noch eine andere Werkstatt.
  4. Werkstatt: Besagte Werkstatt war zu.
  5. Werkstatt: Hier hat man sich Zeit genommen, zu schildern was kaputt ist. Die Leute waren auch sehr bemüht und haben auch Rücksprache mit Mechanikern gehalten, leider jedoch auch keine Kapazitäten. Sie haben mich enttäuscht weggeschickt.

Nachdem ich in Markaryd diese Werkstätten abgeklappert habe entschied ich mich, erst einmal weiter zu fahren. Mit Nelly und Matthias verabredete ich mich auf Getnö Gard, dem Campingplatz, den wir schon seit vielen Jahren anfahren und immer schöne Zeiten haben. Auf dem Weg dorthin sah ich ein Schild: „Ikea Museum“. Da musste ich natürlich einmal anhalten.

Auf einmal war ich in Älmhult, dem Hauptsitz von Ikea. Im Ikea-Hotel frühstückte ich lecker und ging anschließend ins Museum. Hier werden sämtliche Bereiche von Ikea vorgestellt, von der Gründung, über die Entwicklung über die Jahrzehnte, den Erfinder usw. Besonders spannend auch die Qualitätsprüfungen.

So gibt es eine Maschine, die simuliert; wie oft sich jemand auf einen Stuhl setzt. Auch Themen wie Nachhaltigkeit, Logistik und Kundenumfragen wurden hier beleuchtet. Sehr spannend.

Ich setzte meinen Weg Richtung Getnö fort, zwischendurch hielt ich immer mal wieder an, um zu gucken, ob die Bremse heiß wird. So bin ich zwar mobil, wirklich entspannt ist das Fahren aber nicht. Naja, mittags traf ich Nelly und Matthias im Supermarkt in Ryd, wir kauften ein und fuhren weiter nach Getnö.

Leider kamen wir gerade zu Beginn der Mittagspause, sodass wir erst einmal 1,5 Stunden warten mussten, bis wir einchecken konnten. Der Platz ist wie jedes Jahr sehr schön.

Das mit der Bremse wollten wir irgendwie nicht auf uns sitzen lassen, sodass wir selbst einmal probieren wollten, ob wir das Problem lösen können. Gesagt getan. Wir haben unser Werkzeug zusammen gekratzt, das Auto mit Hilfe eines Wagenhebers, Matthias Ersatzfelge und Brennholz aufgebockt, den Reifen demontiert und geschaut, welches weitere Werkzeug wir für die Bremse brauchen. Einen 9er Inbus. Leider hatten weder wir, noch sämtliche Leute auf dem Campingplatz einen, weshalb wir erfolglos aufgaben und den Reifen wieder montiert haben.

Wir überlegten ein wenig hin und her, wies am besten weitergeht. Letztendlich haben wir noch einmal den ADAC gerufen, die haben dann den schwedischen Pannendienst kontaktiert, dieser wollte wiederum knapp 140 Euro Anfahrtsgebühr haben, wir wieder den ADAC gerufen. Ein ziemliches Hin-und Her. Gegen 21:30 Uhr rief dann der schwedische Pannenservice an. Die Dame am Telefon wusste nicht so richtig mit der Situation umzugehen und rief ihren Chef an. Dieser war dann auf einmal am Telefon. Also noch einmal die ganze Geschichte erzählt, auf Englisch natürlich. Ende vom Lied: Morgen um 11 habe ich einen Termin direkt bei ihm. Dafür muss ich zwar über ne Stunde fahren aber die Gelegenheit möchte ich nutzen. Schauen wir mal was wird.

Den Abend verbrachten wir mit Kochen, Essen, Spülen und einer traditionellen Platzrunde, also einmal über den Platz laufen und gucken was für Fahrzeuge hier so stehen, quatschen usw.

Was für ein Tag heute, viel passiert. Morgen geht’s dann wieder weiter. Langweilig wird’s hier auf jeden Fall nicht.

Tag 5 (10.08.25) – Markaryd und Umgebung

Heute Nacht zog ein heftiges Gewitter über meinen Stellplatz hinweg mit vielen Blitzen und starkem Regen. Zur Sicherheit klappte ich einmal das Dach zu und verbrachte das Unwetter unten. Immer wieder beeindruckend, dass so ein Blitz die dunkle Nacht kurz taghell machen kann. Auch heute schlief ich wieder sehr gut.

Gegen 11 Uhr brach ich auf, um mein heutiges Ziel, einen Campingplatz um 11:15 Uhr zu erreichen. Ich glaube so eine kurze Etappe hatte ich noch nie. Die Werkstatt, in die ich morgen früh direkt fahren möchte, ist allerdings direkt um die Ecke und somit muss ich morgen früh nicht noch fahren.

Den Tag verbrachte ich sehr entspannt, las viel, ging eine Runde laufen und habe sogar nachmittags 1,5 Stunden auf der Rücksitzbank geschlafen. Auch habe ich den Luxus einer warmen Dusche genossen. Jetzt sitze ich vorm Auto in der Sonne und schaue auf den See.

Tag 4 (09.08.25) – Nicht immer läuft alles nach Plan #2

Über 9,5 Stunden schlief ich heute Nacht im Dachzelt, sehr gemütlich und erholsam. Gemeinsam mit Papa frühstückte ich entspannt draußen unter der Markise. Unsere Wege trennten sich hier, jedenfalls vorerst…

Ich fuhr die E4 Richtung Nordosten, bis nach Kapp 50km ein schleifendes Geräusch vom vorderen rechten Reifen kam. Gestern Abend kurz vor der Ankunft trat das auch schon einmal auf. Ich fuhr auf eine Raststelle, an der Papa etwa später auch anhielt und fühlte einmal am Reifen bzw. der Bremse. Brüllend heiß, obwohl ich nicht gebremst habe. Die anderen Bremsen waren kalt. Irgendwie scheint die Bremse sich nicht mehr vernünftig zu lösen.

Ich rief dann den ADAC und Gut 2 Stunden später kam eine Mechanikerin vorbei und schaute sich das Problem einmal an. Wie schon vermutet bremst die Bremse zwar, löst sich danach aber wenig bis gar nicht. Leider hatte sie nicht das passende Werkzeug dabei, um den Bremssattel zu lösen, meinte aber, dass das relativ schnell machbar ist. Praktisch, dass das an einem Samstag passiert… nicht. Naja, hilft nichts.

Sie empfahl mir, irgendwo hier in der Nähe zu bleiben und bis Montag zu warten und dann in eine Werkstatt zu fahren. Zwar hätte ich auch Stück für Stück weiterfahren können, aber alle 20km anzuhalten um die Bremse abkühlen zu lassen war dann auch keine bessere Alternative. Also suchte ich mir einen Platz hier in der Gegend. Jetzt stehe ich mitten im Wald auf einer Lichtung und habe hier absolute Ruhe.

Ich schnappte mir mein Fahrrad und fuhr ein bisschen durch die Gegend. Unterwegs kam ich an einem See vorbei mit einem richtig schönen Picknickplatz, an dem es sogar Wikingerschach gibt. In Deutschland wäre das nach 2 Tagen geklaut worden.

Das Wetter ist richtig sommerlich schön. 25 Grad und Sonne. Also wirklich perfektes Wetter.

Ich mache es mir jetzt im Bulli noch gemütlich, lese ein bisschen und genieße das schöne Wetter.

Tag 3 (08.08.25) – über Dänemark nach Schweden

Gegen 06:15 Uhr wurde ich heute Morgen wach, als Oma aus Papas Bulli gestiegen ist. Die Sonne schien schon hell und es war ein richtig schöner Start in den Tag. Heute stand das Kranen der Tortilla Flat, dem Schiff von Clemens und Moritz, auf dem Programm. Sehr routiniert wurde der Mast demontiert und das Boot aus dem Wasser geholt.

Gegen 12 Uhr trennten sich unsere Wege. Die Berliner machten sich wieder auf den Weg nach Berlin, Matthias und Nelly blieben noch in der Region und Papa und ich steuerten Dänemark und Schweden an.

Die Fahrt über die Öresundbrücke ist wie immer spannend und echt einmalig. Kurz hinter Helsingborg fanden wir einen kleinen Parkplatz, auf dem wir die heutige Nacht verbringen. Nach leckerem Essen ging ich noch einmal in den Ort. Das Beine vertreten tat sehr gut.